Die Geschichte der Hündin Sally

Sally hatte nie ein Spielzeug bekommen. Sie wurde nie für gemeinsame Spaziergänge oder zum Spielen hinausgelassen. Und sie wurde nie mit Artgenossen und Menschen sozialisiert.

Die Hündin litt unter massiven Verhaltensstörungen und zitterte vor Angst und Schmerzen, sobald sich Menschen ihrer sterilen Gitterbox näherten. Sie musste mehrmals am Tag erbrechen, litt an Krämpfen und Lähmungen. Durch das konstante Stehen auf den Metall-Lamellen des Käfigbodens hatten sich ihre Pfoten deformiert. Wenn Sally krank wurde, bekam sie weder Schmerzmittel noch wurde sie tierärztlich behandelt.

Sally hatte verstanden, dass die Labormitarbeiter nur Böses mit ihr vorhatten, denn sie wurde in Tests für Tiernahrung missbraucht. Obwohl Tierversuche für Tiernahrung gesetzlich nicht vorgeschrieben sind, wird konventionelle Tiernahrung häufig an Hunden und Katzen getestet. Was im ersten Moment so klingt, als bekämen diese Tiere verschiedene Proben auf einem Silbertablett serviert, bedeutet in Wahrheit ein tristes Dasein – tagein, tagaus ohne Familienanschluss oder Kontakt zu Artgenossen, eingesperrt in kargen Zwingern und die Infizierung mit todbringenden Krankheiten.

Statt neue Kenntnisse durch die Kooperation mit erfahrenen Tierärzten zu erlangen, lassen Hersteller von Tierfutter in diesen Versuchslaboren gesunde Tiere absichtlich mit verschiedenen Krankheiten infizieren, um so vermeintlich bessere Tiernahrung zu entwickeln. Einem Hund wird die gesunde Niere entfernt, ein anderer wird mit Bakterien infiziert, die Arthritis auslösen, nur um Tiernahrung zu erproben, das die Nieren- oder Gelenkgesundheit fördern soll.

Sally ist kein Einzelfall – in der skrupellosen Tierversuchsindustrie werden alleine in Deutschland jährlich mehr als 4.000 Hunde in Tests missbraucht und danach meist getötet. Ob Sally jemals erfahren hat, wie sich die Freiheit anfühlt, ist mehr als unwahrscheinlich.

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